„Verderbnis“ von Mo Hayder

Verderbnis Book Cover Verderbnis
Jack Caffery
Mo Hayder
Kriminalroman
Goldmann Verlag - 978-3442477807
September 2012
Taschenbuch

Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Nähe von Bristol wird mit Gewalt ein Auto entwendet – auf dem Rücksitz die elfjährige Martha Bradley. Zunächst hofft Detective Inspector Jack Caffery, dass es um das Auto und nicht um das Kind geht. Sie bleibt verschwunden und der Täter teilt mit, dass er es wieder tun wird. Ein Katz und Maus-Spiel beginnt und weitere Mädchen werde entführt. Und je länger die Jagd dauert, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Caffery und sein Team die Kinder lebend wiederfinden.

Meine Bewertung

„Verderbnis“ ist nach „Der Vogelmann“, „Die Behandlung“, „Ritualmord“ und „Haut“ der fünfte Teil in der Reihe um Jack Caffery.

Was als Fahrzeugentführung beginnt, entpuppt sich schnell als Kindesentführung. Damit wagt sich Mo Hayder an ein hoch aktuelles Thema heran und schafft einen sehr realen Hintergrund für den Thriller.

Was in „Verderbnis“ gänzlich fehlt, sind die rasanten Entwicklungen, die der Leser aus den Vorgänger-Romanen kennt. Nicht ganz logische Ermittlungen bringen den Detective Inspector immer wieder ins Stocken.

Auch wenn der Grundaufbau spannend ist, verliert das Buch immer wieder drastisch an Geschwindigkeit. Die Erinnerungen an einen alten Fall nehmen an mancher Stelle überhand.

Die Charaktere sind gewohnt menschlich und detailreich beschrieben. Durch die genauen Einblicke in deren Leben, wird der Leser in die Geschichte mit hineingezogen. Schön ist, dass es sich das erste Mal nicht um Superdetectives handelt, die sofort alle Machenschaften des Täters durchschauen. Auch das angeknackste Verhältnis zwischen Detective Inspector Jack Caffery und Polizeitaucherin Flea Marley kommt zur Sprache. Mo Hayder überzeugt mit einer starken Geschichte, auch wenn das Buch qualitativ nicht an die hervorragenden Vorgänger heranreicht.

Fazit

„Verderbnis“ von Mo Hayder ist ein guter Krimi mit einer sehr guten Story, der durchaus lesenswert ist, aber nicht mit den Vorgängern vergleichbar.

Britta Liebhaeuser

Kommentar verfassen